Neue Illustration: Buchtitel für Soziale Innovationen #Innovationsforschung

Für den Herausgeberband der Professur für Innovationsforschung und Technologiemanagement an der TU Chemnitz haben die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Julia Breßler und Sophie Strobel einen Band zum Thema

Soziale Innovation – Beiträge aus der Innovationsforschung der Technischen Universität Chemnitz

herausgegeben. Dieser ist im Rahmen des im Sommersemester 2015 angebotenen Seminars „Strategisches Innovationsmanagement – Innovation als sozialer Prozess“ entstanden. Ich freue mich sehr, dass ich dafür eine analoge Fotografie beisteuern und den Buchtitel graphisch gestalten konnte. Hier seht ihr das Ergebnis:

Soziale Innovation - Beiträge aus der Innovationsforschung der Technischen Universität Chemnitz (Titelbild: Anja Weller)

Soziale Innovation – Beiträge aus der Innovationsforschung der Technischen Universität Chemnitz (Titelbild: Anja Weller)

Rückblick IVSA 2017 – Internationale visuelle Soziologie Konferenz

Am 19.-20.06. fand die diesjährige IVSA (International Visual Sociology Association) an der Concordia University in Montreal unter dem Motto „Framing/Reframing Visual Sociology, Goffman and the Everyday“ statt. Julien und ich konnten dabei zwei Vorträge präsentieren.

Im ersten Vortrag zum Thema „Image and Fame – Behavioral Strategies on YouTube“ haben wir die Arbeit mit den Wissensbildern auf Bildtafeln vorgestellt und vier grundlegende Techniken gezeigt, die innerhalb des hermeneutischen Zirkels von Bildauslegung und -anschauung ablaufen: Assembling, Comparing, Framing und Reframing.

01. Assembling

02_Comparing

03. Framing

04. Reframing

In einem weiteren Vortrag mit dem Titel „The creative interview: A methodology for working with a corpus of respondent – generated pictures utilizing assembling, comparing, framing and reframing“ haben wir gemeinsam mit Pia Tracksdorf von der Professur für Organisation und Internationales Management der TU Chemnitz verschiedene Verhaltensstrategien von YouTube-Stars analysiert. Zu diesem Zweck haben wir im Rahmen einer Fallstudie mit drei Fällen gearbeitet und die YouTuber Zoella, PewDiePie und Casey Neistat untersucht. Dabei haben wir herausgefunden, dass die drei sehr erfolgreichen YouTuber aus den Bereichen Beauty, Let´s Play und Daily Vlogging unterschiedlichste Interaktionsrituale anwenden und dadurch ihr Image sehr verschieden prägen. Auch visuelle Aspekte sind mit in die Erhebung eingeflossen und haben Einfluss auf die Interaktion der YouTube-Stars mit ihren Fans.

Instant Urban Ethnography mit Douglas Harper, IVSA 2017, Montreal

Instant Urban Ethnography mit Douglas Harper, IVSA 2017, Montreal

Ein persönliches Highlight war die Teilnahme an einem Workshop bei Dr. Douglas Harper, einem der ersten Wissenschaftler im Bereich der visuellen Soziologie. So hat er sehr früh das Potential des Visuellen entdeckt und Fotografien nicht nur zu Illustrationszwecken, sondern auch als Datum selbst in Forschungen genutzt. Zum Thema „Instant Urban Ethnography“ hat sich eine Gruppe von ca. 10 Wissenschaftlern zusammengefunden und innerhalb weniger Tage individuelle Projekte in Montreal realisiert.

Es ist vollbracht – 2. Durchlauf, Abgabe und eine Ausstellung

Mit der Enthüllung der 37. Bildtafel und der Zäsur in der letzten Woche geht die 2. Runde des hermeneutischen Zirkels der Bildauslegung und Bildanschauung vorbei. In der Zwischenzeit habe ich auch meine Dissertation abgegeben, die nun den Titel „Das bildnerische Interview – Zur visualisierten Ordnung der Lebenswelt“ trägt.

Ich freue mich sehr darüber und kann zugleich verkünden, dass ein Teil der Ergebnisse der Bildanalyse im Oktober in der Volkshochschule ausgestellt werden. Julien und ich organisieren wie bereits vor ein paar Jahren eine weitere Ausstellung, in der die Lebenswelten der Jugendlichen und ihre Relevanzen bezüglich Chemnitz und Europa aufgezeigt werden. Dazu gibt es bald weitere Informationen hier auf dem Blog!

Zäsur: Zusammenfassung aller Bildtafeln – Ende des 2. Durchlaufes

Die 37. Bildtafel stellt die letzte Bildtafel dar, die im 2. Durchlauf des hermeneutischen Zirkels der Bildausslegung und Bildanschauung analysiert wurde. Während im 1. Durchlauf Bildtafeln entstanden sind, die vor allem einen starken Bezug zu den Themen Chemnitz und Europa verdeutlichen, zeigen die letzten Bildtafeln die Bandbreite der Darstellungsmöglichkeiten des „Ichs“ im Bild.

Das „Ich“ wird in einigen Bildern visuell als eine Art Stellvertreter für den Bildner im Bild gezeigt. Dabei unterscheiden sich die Darstellungen sehr deutlich voneinander. Einige der Schülerinnen und Schüler haben sich fotografisch im Bild präsentiert, so dass die Funktion der Wiedererkennung anhand der äußeren Merkmale leicht fällt. Im Kontrast dazu stehen beispielsweise die schematischen Strichmännchen-Zeichnungen, in denen man das „Ich“ weniger wiedererkennen kann. Dafür betont diese Darstellungsweise in einigen Bildern die emotionale Verbindung des Bildners zur Lokalität oder ermöglicht vielmehr eine Einordnung/Lokalisierung in welcher die wiedererkennbaren Merkmale nicht relevant sind.

Jene Bewertung der Lokalitäten zeigt sich vor allem in den Bildern, die Liebesbekenntnisse oder Kritik beinhalten, die auch durch die spezifische Formung des „Ich-Körpers“ im Bild realisiert wird. Weiterhin konnten spezifische rahmende Formen gefunden werden wie die Gedankenblase oder die generelle Verwendung von Rahmen, um einzelne Elemente oder Bildteile voneinander abzugrenzen bzw. um eine Vielfalt der Lebenswelt zu verdeutlichen.

Zusammenfassend können hier noch einmal alle Bildtafeln aus dem 2. Durchlauf betrachtet werden:

24. Bildtafel: Gedankenblasen - 2. Version

24. Bildtafel: Gedankenblasen – 2. Version

25. Bildtafel: Bildrahmen

25. Bildtafel: Bildrahmen

26. Bildtafel: Herz - Liebesbekenntnisse - 2. Version

26. Bildtafel: Herz – Liebesbekenntnisse – 2. Version

27. Bildtafel: Kritik - Freie Fläche

27. Bildtafel: Kritik – Freie Fläche

27. Bildtafel: Kritik - Karl-Marx-Monument

27. Bildtafel: Kritik – Karl-Marx-Monument

27. Bildtafel: Kritik - Landkarten

27. Bildtafel: Kritik – Landkarten

27. Bildtafel: Kritik - solitärer Mensch

27. Bildtafel: Kritik – solitärer Mensch

27. Bildtafel: Kritik - Schrift

27. Bildtafel: Kritik – Schrift

27. Bildtafel: Kritik - Szenario Straße - 2. Version

27. Bildtafel: Kritik – Szenario Straße – 2. Version

27. Bildtafel: Kritik - Szenario

27. Bildtafel: Kritik – Szenario

27. Bildtafel: Skateboarder

28. Bildtafel: Skateboarder

27. Bildtafel: Rückenperspektive

29. Bildtafel: Rückenperspektive

30. Bildtafel: Tiere

30. Bildtafel: Tiere

31. Bildtafel: Strichmännchen

31. Bildtafel: Strichmännchen

32. Bildtafel: Wetter

32. Bildtafel: Wetter

33_logos_seite_2

33. Bildtafel: Logos

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34. Bildtafel: Schilder

35. Bildtafel: Ich vor Objekt

35. Bildtafel: Ich vor Objekt

36. Bildtafel: Ich als Strichmann

36. Bildtafel: Ich als Strichmann

37. Bildtafel: Ich auf Foto

37. Bildtafel: Ich auf Foto

37. #Bildtafel: Das Ich auf einem Foto #Bildanalyse

Im Kontrast zur heutigen Bildtafel steht die 35. Bildtafel (Ich als Strichmann). So wählten die Bildner grundlegend verschiedene Wege in der Selbstdarstellung. Die 36. Bildtafel versammelt solche Bilder, auf denen sich der Bildner dazu entschieden hat, sich selbst auf einem Foto zu zeigen und dieses in das Bild zu integrieren.

37. Bildtafel: Ich auf Foto

37. Bildtafel: Ich auf Foto

Auffällig bei der Verwendung von Fotos ist, dass die Jugendlichen dabei vor allem Passfotos ausgewählt oder ihren Kopf ausgeschnitten haben und diesen einzeln oder in Ergänzung mit einem gemalten Körper präsentieren. Auch die Kombination eines ausgeschnittenen Kopfes mit einem Strichmännchenkörper findet sich auf einem Bild wieder.